Chilleben

Was sind sinnvolle Impfungen für Jung und Alt?

Impfungen sollen zuverlässigen Schutz vor schwerwiegenden und leicht übertragbaren Krankheiten bieten. Dennoch gibt es bei zahlreichen Impfungen die Gefahr von unvorhergesehenen Nebenwirkungen.

Neugeborene und Säuglinge erhalten meist schon in einem Alter von wenigen Tagen sogenannte Basisimpfungen. Sie sollen das noch nicht vorhandene Immunsystem schützen und auch später noch maßgebend zur Krankheitsverhütung von jungen Menschen beitragen. Der Sinn oder Unsinn von Impfungen wird dennoch breit diskutiert. Viele Experten sind für einen umfassenden Impfschutz, andere Fachleute hingegen meinen, dass das Risiko von unerwünschten Nebenwirkungen im Vergleich zu hoch sei, um Impfungen zustimmen zu können. Tatsächlich gibt es tragische Fälle von gar tödlich endenden Auswirkungen einzelner Impfungen. Auf der anderen Seite existieren Meldungen, in denen Kinder sterben, obwohl ihnen eine einfache Impfung Schutz gewährleistet hätte. Hier gilt es wohl, die Risiken und den Schutz einer jeden Impfung sinnvoll gegeneinander abzuwägen.

Für Kinder gelten die Impfungen gegen Masern, Mumps und Röteln als sinnvoll und werden von den meisten Eltern bewilligt. Dadurch, dass schon lange gegen diese Erkrankungen geimpft wird, sind die Stoffe stetig weiterentwickelt worden. Das macht sie in der heutigen Zeit insgesamt wesentlich verträglicher, als noch vor zwanzig Jahren. Auch Schwangere sollten bereits gegen Röteln und Masern geimpft worden sein, da eine Masern- oder Rötelnerkrankung während der Schwangerschaft schwerwiegende Folgen für das ungeborene Kind haben kann. Soll die Schwangere jedoch nachträglich geimpft werden, so ist dies nur bei sogenannten Totimpfstoffen gegen Tetanus, Hepatitis A und B und Influenza erlaubt. Impfungen, bei denen abgeschwächte Erreger injiziert werden, sollten während einer Schwangerschaft nur in Ausnahmesituationen durchgeführt werden. Bei gesunden Erwachsenen genügen meist die Auffrischungsimpfungen gegen Tetanus und Diphterie. Erwachsene, die das 60. Lebensjahr vollendet haben, sollten außerdem gegen Pneumokokken und Influenza geimpft sein.

Auch vor dem Antritt einer Reise in südländische und tropische Gebiete sollte der eigene Impfschutz überdacht werden. Hier können Hausarzt und Krankenkasse wertvolle Hinweise geben. Oftmals bringen Reisende ohne ausreichenden Impfschutz schwerwiegende Erkrankungen mit nach Hause und gefährden nicht nur sich, sondern auch das nahe Umfeld. Je nach Reiseland sollten daher Maßnahmen gegen Cholera, Gelbfieber, Tollwut und Typhus in Betracht gezogen werden.

Impfungen können auch vom Arbeitgeber vorausgesetzt und erwartet sein. Gerade medizinische Berufe erfordern ein gesundes Immunsystem und darüber hinaus einen ausreichenden Impfschutz. Dennoch kann und sollte persönlich abgewägt werden, welche Impfungen wirklich nötig sind. Wichtig ist außerdem, sich keiner Impfung zu unterziehen, wenn man sich krank fühlt. Ist man beispielsweise erkältet und wird mit abgeschwächten Erregern geimpft, kann der Körper unnötig in Stress geraten. Fieber oder eine immense Verschlechterung des Krankheitszustandes können hierbei die Folge sein. Im Zweifelsfall sollte daher immer medizinischer Rat eingeholt werden.